Besuch von der Insel

 

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Biker von der Insel zu Gast auf der Flugwache

Am Wochenende 20. bis 22. Mai 2005 konnte man auf der Flugwache außer den üblichen weißen Kennzeichen auch zwei gelbe bewundern, aber keine holländischen, sondern britische Motorradfahrer hatten den weiten Weg zur Flugwache gefunden und die Off-Road Einlage auf der aufgeweichten Zufahrt unbeschadet überstanden.

Sven aus der Nähe von Newcastle (Nordengland) hatte immerhin 1000km Anfahrt zu bewältigen, womit sein Hinterreifen in Sportmischung allerdings überfordert war.

Kevin aus der Nähe von London hatte auch immerhin 600km Anfahrt.

Getroffen haben wir uns Freitags in Köln am Verteilerkreisel noch bei strömendem Regen, das Wetter wurde jedoch zusehends besser. Als wir Pierre in Wesseling eingesammelt hatten, lachte bereits die Sonne.

Über Heimerzheim und Morenhoven ging es nach Rheinbach, wo die Ursache für das indifferente Fahrverhalten von Svens CBR600 uns in Form von Karkasse weiß entgegenleuchtete. Wie das Motorradfahrer nun mal so tun, standen wir bei der Schadensbegutachtung ein wenig im Weg und somit im Blickfeld eines grün und khaki gekleideten Herrn mit Mütze und Funkgerät. Statt eines Strafzettels konnte uns dieser Herr aber eine Wegbeschreibung zum nächsten Reifenhändler geben, der den benötigten Gummi sogar da hatte, wenn auch auf Bestellung eines anderen Kunden. Die Zwischenzeit nutzten wir für einen kleinen Imbiss, dann ging es weiter, aber nur bis Ahrbrück, wo sich der Verkehr aufgrund eines Verkehrsunfalls weit zurückstaute.

So machten wir noch eine Umweg über Lind und das Lierstal. Als wir Mittags auf der Flugwache ankamen, hatte ein Engel bereits die Getränke geliefert.

Nachdem die Zelte standen, fuhren wir zur Zufahrt Nordschleife und überlegten erst mal, ob wir uns auch auf die Strecke trauen sollten. Unsere Gäste meinten zunächst, es wären zu viele Engländer auf der Strecke, aber schliesslich investierten wir doch die 15€ und haben die Runde sehr genossen. Auf dem Rückweg noch ein bischen an der Strecke geguckt und schnell noch vor 17:00 bei Metzger Jonas eingekehrt um das Abendessen zu sichern. Wie immer schmeckte es hervorragend und wir haben ordentlich zugelangt (nicht nur beim Essen, deshalb haben wir auch von dem heftigen Gewitter in der Nacht gar nicht so viel mitgekriegt).

Am nächsten Morgen kam dann noch Karen aus Köln dazu und wir starteten zu unserer Tagestour nach Luxemburg. Diesmal kam der Donner aber nicht von oben, sondern von Steffens Moto Guzzi. Beim obligatorischen Tankstop hinter der Grenze bemerkte ich dann, daß der Reifenhändler nicht seinen besten Tag gehabt hat, denn Svens Kettenspanner baumelte etwas lieblos hinter der Schwinge herum, also schnell ein bischen geschraubt und weiter ging’s nach Kautenbach, wo wir den Mittagsimbiß im Hotel Huberty zu uns nahmen. Dort trafen sich auch gerade einige Freunde britischer Roadster der Marke AC.

Zurück ging es über einige Serpentinen und kleine Straßen über Constum Richtung Diekirch und bei Vianden wieder nach Deutschland. Pünktlich zur Bundesliga waren wir zurück bei der Flugwache und ich konnte dem wunschgemäßen Sieg von Bayer Leverkusen beiwohnen.

Noch einmal den Grill angeschmissen, diesmal ging es jedoch zeitig in die Zelte, denn unsere britischen Gäste wollten am nächsten Abend wieder zu Hause sein, was auch ohne weitere Pannen funktioniert hat.

Es hat allen gut gefallen, und vielleicht gibt es ja im nächsten Jahr eine Neuauflage.


Stefan Michler

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